Vielleicht war es das richtige knappe Ergebnis beim Heimspiel am Samstag davor. Trainer Andi Seger und seine Mannen hielten damit die Spannung hoch und fuhren stark fokussiert zum Auswärtsspiel nach Ottenheim.

Was sich jedoch dort abspielte, werden die jungen Fußballfans noch in langer Erinnerung behalten. Früh hatte sich eine große Fanschar eingefunden. Mit Banner und vereinsfarben Fähnchen ließ man die Ottenheimer Kulisse schlecht aussehen. Das Sportgelände war einfach in Diersburger Hand.

Trainer Seger musste auf Kapitän Raphi Viol verzichten. Dafür brachte er von Beginn den Langzeit verletzten Julian Kälble im Sturmzentrum. Keine einfache Endscheidung, nach so langer Abstinenz. Doch er sollte recht behalten. Ansonsten setzte er auf die Routine von Lars Weßbecher in der Zentrale und auf seine starke Abwehr.

Ein nervöser Beginn beider Mannschaften. Ottenheim musste gewinnen, ein 1:0 hätte ihnen gereicht. Nur kein frühes Gegentor, so die Vorgabe für das SVD-Team. Doch bereits in der 13. Minute der Rückstand. Eine unglückliche Endscheidung des Schiedsrichters brachte Ottenheim per Foulelfmeter die 1:0 Führung. Sieht man sich das Video an, wird man feststellen müssen, dass der Strafstoß sehr fragwürdig war. Doch dies ließ die Diersburger nicht aus dem Konzept bringen. In der 23. Minute schlug Wessbecher einen Freistoß lang in den Strafraum. Der mitgelaufene Julian Allgeier war schneller als der Gegner, köpfte das Leder quer zu Jan Schäfer und der viel umjubelnde Ausgleich war geschafft. Die Fans waren aus dem Häuschen. Der Gastgeber brauchte nun 2 Tore um als Gesamtsieger vom Platz zu gehen. Kurz vor dem Pausenpfiff noch eine große Chance für den SVD. Jan Schäfer wurde über links frei gespielt. Seine Hereingabe verpasste Julian Kälble nur ganz knapp.

In der 54. Minute ein großer Schock für den SVD. Nach der gelben Karte erhielt Abwehrstratege Thomas Wörter die gelbrote Karte nachgeschoben. Die gute Viererkette wurde auseinander gerissen. Die restlichen 36 Minuten musste der SVD in Unterzahl bestreiten. Lüwer „JoJo“ übernahm den Part von Wörter und war bis zu seiner Auswechslung ein guter Vertreter. Die junge SVD-Mannschaft kämpfte und ging bis an ihre körperlichen Grenzen. In dieser Phase zeigten sich der Wille und die Entschlossenheit, welche in den letzten Saisonspielen immer den Ausschlag gaben. Als der unermüdliche Julian Allgeier in der 72. Minute über rechts auf und davon ging, seinen Namenskollegen Julian Kälble mustergültig bediente, war der Käse gegessen. Nach dem 2:1 brauchte Ottenheim noch 3 Tore. Der Abschlusstreffer zum Ausgleich in der 89. Minute kam zu spät. Auch die 5-minutige Nachspielzeit überstand der SVD. Danach war Party angesagt. Ottenheim lag am Boden, die SVD-Fans waren überwältigend. Ein Riesenkompliment an die junge Mannschaft und an das Trainerteam Seger/Kießle. Alle die dabei waren, sollten diesen Erfolg einsaugen. Den Jugendspielern sollten solche Ereignisse Ansporn sein, dies selbst einmal zu erleben. Im Clubheim traf sich die große Fanschar zu einer langen Nacht.

„Wir wollen den Trainer sehen“ wurde Tausend mal gesungen. Trainer Andi Seger war stolz auf seine Mannschaft. Mit den Relegationsspielen hat die Truppe in den letzten 12 Matches, 9 Siege und 3 Remis geschafft und somit den Aufstieg auch verdient.